Um die Jahrhundertwende war die Eisenbahn
noch ein Abenteuer. Es galt wichtige Verkehrspunkte
zu besetzen und Strecken zu etablieren bevor es andere
tun. Um das konkurrierende Bauen von Strecken, Tunneln
und Bahnhöfen geht es in Zug um Zug Europa.
Grundprinzip des Spiels
Bei Zug um Zug Europa bekommt man Punkte, wenn
farbige Teilstecken gebaut oder zwei Zielstädte mit
mehreren Teilstrecken komplett verbunden werden. Wer am
Zug ist kann verschiedenfarbige Wagenkarten sammeln, mit
diesen Karten eine gleichfarbige Teilstrecke bauen,
einen Bahnhof errichten oder eine weitere Zielkarte
ziehen. Zielkarten geben zu verbindende Städte vor
und bringen Punkte, wenn man am Ende die Strecke errichten konnte,
andernfalls werden die Punkte abgezogen. Bahnhöfe
kann man nutzen, um bestimmte Teilstrecken der Mitspieler
mit zu nutzen. Tunnel bringen Unsicherheit ins Spiel, da ggf. weitere
Karten für den Bau benötigt werden.
Aufmachung
und Anleitung
Zug um Zug Europa ist sehr schön gestaltet mit einem auf den ersten Blick komplex
anmutenden Spielplan sowie den 158 nostalgisch illustrierten
Wagen- und Streckenkarten. Die je 45 farbigen Waggons
sind aus Plastik und die Zählsteine aus Holz. Die 7-seitige
Spieleanleitung ist gut strukturiert, beinhaltet viele
Illustrationen und ist leicht zu verstehen. Also Bonus
ist eine Video-CD mit den Anleitungen dabei, die im
DVD-Player angeschaut werden kann.
Kurzkritik
Zug um Zug Europa ist ein kurzweiliges Spiel, das von der Taktik und Interaktion
mit den Mitspielern lebt. Will man viele Zielkarten bedienen
oder möglichst viele Teilstrecken bauen? Lange Strecken
bauen oder besser viele kurze? Es gibt viele Strategien die zum Ziel führen und das macht das Spiel
spannend und jedes Mal anders. Die Neuerungen Tunnel,
Fähren und Bahnhöfe machen das Spiel interessanter
und ausgewogener. Unserer Meinung nach sollte Zug um
Zug in keiner Spielesammlung fehlen.